Bergluft schnuppern, eine Woche in den Sommerferien. Wir haben uns für Höfen im Bezirk Reutte in Nord-Tirol entschieden. Sehr familienfreundlich da, sehr östereichisch-heile-Welt-mäßig und echt schön.
Der Plan
… war denkbar einfach: 7 Tage Ferienwohnung in einer tollen Umgebung und dann Wandern und Rumstreunern und Berge genießen. Davor ging es aber für eine Übernachtung nach Pillingsdorf im thüringischen Auenland zu Andreas und Sophia und anschließend für eine Nacht im Zelt in den Allgäu.
Ich persönlich kann mit solcherlei „gesplitteten“ Urlauben eine Menge anfangen. Also eine Nacht hier, ein Zwischenstopp dort. Fühlt sich einfach ein bisschen mehr wie Reisen an.
Der Soundtrack
… macht den Urlaub erst zum Urlaub. Normaler- und dankenswerter Weise hören unsere Kinder keine Kindermusik, aber das Musik-Hörspiel „Eule findet den Beat“ hat es ihnen doch sehr angetan und ist auch für unsere Ohren keine Qual 😉
Die Anreise
… geriet leider ein wenig zum Fiasko und hat am Ende finanziell doch sehr wehgetan. Kurz vor dem Rasthof Altenburger Land war es, auf der A4, bei bestem Schnellfahrsonnenschein, 30 Grad und cooler Musik, als sich auf einmal der Motor verabschiedet hat. Zunächst ganz harmlos mit hektisch aufblinkender gelber Motorwarnleuchte, dann mit Rauch aus dem Auspuff, dann mit Tuckern und spürbarem Leistungsabfall. Glück im Pech: der Rasthof lag tatsächlich in Ausrollweite! Bei dieser Hitze auf einem Tempo-mäßig unbegrenzten, dreispurigen Autobahnstück zu stehen, wäre schon mehr als uncool gewesen…
Zum Glück gab’s stattdessen Rasthofspielplatz und klimatisierte Innenräume. 3 Stunden und 2 ADAC-Mechaniker später dann die bittere Diagnos: Motorschaden, zerfressener Kolben. Nichts mehr zu retten. Schluck. Hier machte sich zum ersten (und nicht zum letzten Mal) unsere ADAC-Plus-Mitgliedschaft bezahlt. Unbedingt machen. Warum? Weil ein kaputtes Auto so auch wieder nach Hause kommt. Und weil wir für 7 Tage ein Mietwagen bekommen haben, was für uns genau gereicht hat.

So gings dann also nicht mehr im Skoda Superb, sondern im Opel Zafira weiter. Eine interessante Erfahrung 😉

Die Region rund um Höfen
… liegt traumhaft schön eingebettet in den tiroler Alpen, die hier aber weniger schroff, hoch und gewaltig sind als weiter südlich. Weich ist die Berglandschaft hier und gerade bei dem Superwetter, das wir die gesamte Zeit genießen konnten, einfach sehr friedlich. Fast schon surreal.
Wir haben unsere Tagen sehr langsam angehen und sehr entspannt ausgehen lassen. Eine richtig lange Wandertour auf den Hahnenkamm war in diesem Urlaub das Maximum an körperlicher Betätigung. Ansonsten bietet Höfen viel leicht zugängliche Natur- und Bergerfahrungen für Kinder. Das heißt Bergbahnen, Seeschippereien wie auf dem nahen Plansee, Burgruinen wie auf dem Ehrenberg und vor allem das Lechtal – hier in seiner ursprünglichen Form.
Was es noch zu sagen gibt
Gerade mit kleinen Kindern fetzt die Region doch sehr. Alles ist ein wenig entspannter und auch weniger touristisch als in den Hotspots in und um Innsbruck, Imst oder Oetz. Wir haben eine sehr gute Zeit hier verbracht.
Insofern kann die Region absolut empfohlen werden. Wer dafür noch eine schöne Unterkunft sucht, dem sei das airbnb von David wärmstens empfohlen.